Seit drei Wochen laufen zwei arche noVa-Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Haiti auf Hochtouren. Täglich versorgen Sie die Menschen vor Ort mit je 5000 Litern frischem Trinkwasser. Darüber hinaus beteiligte sich arche noVa an der Verteilung von Lebensmittelpaketen und der medizinischen Versorgung in einem Feldlazarett in Leogane (westlich von Port-au-Prince). Innerhalb von zwei Wochen behandelten dort zwei mexikanischen Ärzte von arche noVa 1500 Patienten. Das Hilfsteam installierte an dem Feldlazarett einen Waschplatz und eine temporäre Toilettenanlage. Inzwischen sichert ein von arche noVa reparierter Brunnen die Wasserversorgung in dem Feldhospital, so dass die Wasseraufbereitungstechnik an einen neuen Einsatzort gebracht werden konnte. Die zweite Trinkwasseraufbereitungsanlage steht nach wie vor in Carrefour und liefert den Bewohnern des armen Vorortes von Port-au-Prince das so dringend benötigte Trinkwasser.
Große Freude: Ein Junge aus Tiginnen genießt das Wasser aus der arche noVa Aufbereitungsanlage.
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„Die erste Soforthilfe-Phase ist nunmehr abgeschlossen und wir konzentrieren unsere Arbeit jetzt auf die Stadt Petit Goave, wo wir längerfristig arbeiten werden“, erläutert arche noVa-Mitarbeiter Moritz Weisskopf die weitere Strategie. Die 120 000 Einwohner zählende Stadt liegt 60 Kilometer westlich von Port-au-Prince. Hier war das Epi-Zentrum der Beben, die weite Teile der Küstenstadt zerstörten. So stark waren die Erschütterungen, dass der Strand auf einer Breite von 40 Metern einfach absackte. Das Meer reicht jetzt bis unmittelbar an die Häuser. Die Straßen in den umliegenden Dörfern sind nur schwer passierbar. In den Ortschaften haben die Menschen bislang kaum Hilfe erfahren. Sie warten immer noch auf Bergungsgeräte, Nahrung und Wasser. „Seit heute arbeitet eine unserer Anlagen bereits am neuen Ort in einem schwer zerstörten Stadtteil mit 5000 Einwohnern. Die US-Marines und die spanische Armee halfen uns beim Aufbau des provisorischen Standplatzes. Innerhalb weniger Stunden waren eine Plattform von 30 Kubikmeter Schutt, eine Schutzmauer und ein Unterstand errichtet“, berichtet Sven Seifert aus Tiginnen bei Petit Goave.
Galerie: Haiti : Trinkwasseraufbereitungsanlage in Tiginnen installiert (3 Bilder)
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In enger Kooperation mit den Bündnispartnern von Aktion Deutschland Hilft hat arche noVa ein umfassendes Versorgungskonzept für die Region von Petit Goave erstellt. Dabei bringen die verschiedenen Hilfsorganisationen ihr spezifisches Fachwissen ein für den Bau von Notunterkünften, Wasser- und Sanitärversorgung sowie medizinische Maßnahmen. arche noVa plant neben der Trinkwasseraufbereitung den Bau von 20 öffentlichen Toiletten sowie die Reparatur von Wasserleitungen, Quellfassungen und Brunnen in den ländlichen Gebieten rund um die Küstenstadt kombiniert mit der Hygienebildung an Kinderzentren und Schulen. „Es bleibt sehr viel zu tun“, so Moritz Weisskopf. Arche noVa richtet sich auf viele Monate ein. Kommenden Montag erwartet das Team in Haiti zunächst 30 Wasser-Filter-System, die die australische Firma (Skyjuice Foundation) spendete. Die Anlagen sind einfach zu bedienen und reinigen Wasser mit spezieller Filtertechnologie. Möglich wird der humanitäre Einsatz in dem Karibikstaat durch Spendeneinnahmen, die bei arche noVa seit dem Erdbeben vor einem Monat eingegangen sind. „Der Spendenstand beläuft sich bisher auf 220 000 Euro“, so der stellvertretende arche noVa-Geschäftsführer Frank Engel. Aber nicht nur das Geld allein, motiviert das Hilfsteam vor Ort. „Wenn ich all die Unterstützung mitbekomme, die wir für unsere Hilfe in Deutschland bekommen, treibt es mir schon mal die Tränen in die Augen. Die vielen kleinen Kuchenbasare, Benefizkonzerte und anderen. spontanen Aktionen sind wichtig für uns und helfen uns immer wieder Kraft zu schöpfen“, so Sven Seifert aus Haiti.
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