„Alle freuen sich sehr. Auch die Eltern haben sich sehr engagiert. Sie haben beispielsweise den ganzen Sand und das Wasser für den Bau selbst geholt. Und unter den Schülern ist der Brunnen eh schon längst zur größten Attraktion geworden. Vor dem Unterricht und in den Pausen gibt es um ihn herum riesige Trauben an Kindern. Jeder will mal Wasser pumpen“, berichtet arche noVa Projektreferentin Sarah Kräß von ihrem aktuellen Aufenthalt vor Ort.
Sarah Kraess von arche noVa und der Schulleiter testen den neuen Schulbrunnen
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Gestern hat sie die Schule, die gemeinsam von arche noVa und der lokalen Partnerorganisation Forum Pour les Groupes Ruraux (FPGR) in einem Vorort der Hauptstadt Brazzaville umgebaut wird, besucht. „Der Weg zur Schule ist beschwerlich. Mit normalen Autos sind die Straßen kaum passierbar. Von der Innenstadt Brazzavilles fährt man den Fluss Kongo entlang, der von den Bewohnern Brazzavilles liebevoll la Fleuve genannt wird. Die Gegend ist grün, die Erde sehr fruchtbar. Überall stehen Bananenstauden, Mango- und Papayabäume. Viele von Ihnen wachsen wie Mahnmale in den zahllosen vom Bürgerkrieg zerstörten Häusern“, so Kräß. César, der lokale Mitarbeiter von arche noVa bestätigt, wie sehr gerade hier im Süden der letzte Bürgerkrieg Tod und Zerstörung mit sich brachte.
Auch die Mittelschule in Nganga Lingolo ist von den Folgen des Krieges gekennzeichnet. Hinzu kommen die extremen Witterungsverhältnisse, die eine permanente Pflege der Gebäude notwendig machen. Der Staat selbst hat keine Mittel, die Schule zu renovieren oder zu warten. arche noVa unterstützt daher mit Geldern von Genialsozial die Schulrenovierung.
Besonders wichtig war arche noVa, dass die Schule einen eigenen Brunnen erhält. Die Gegend ist zwar reich an Wasser, aber zum Trinken ist es ungeeignet. Bisher gab es in der ganzen Gegend nur einen Brunnen mit Trinkwasserqualität. Der Weg von der Schule dorthin ist jedoch sehr weit und außerdem muss man für das Wasser dort zahlen.
Jetzt hat die Schule ihren eigenen Brunnen. Ganz fertig sind die Bauarbeiten noch nicht, aber mit der installierten Pumpe lässt sich schon Wasser pumpen. Bevor die Schüler das Wasser trinken dürfen, muss jetzt noch die Wasserqualität geprüft werden. Dann wird entschieden, ob eine Nachbehandlung des Wassers notwendig ist. Außerdem wird noch ein Tank installiert, von dem aus das Wasser zu Trink- und zu Handwaschgelegenheiten weitergeleitet wird.
Neben dem Brunnen befinden sich die Toiletten für Schüler und Lehrer im Bau. In besonderen Unterrichtseinheiten werden die Schüler für das Thema Wasser und Hygiene sensibilisiert. Ab Juni, wenn die lange Regenzeit vorbei ist, sollen die Klassenzimmer und Lehrerräume renoviert werden. Ein Wasserkomitee bestehend aus Eltern, Gemeindevorstehern und Schulpersonal und ein Schülerkomitee wurden gegründet, die für die nachhaltige und langfristige Nutzung der geschaffenen Maßnahmen Verantwortung übernehmen. Von jedem Schüler wird jedes Trimester ein kleiner Betrag eingesammelt, der den Erhalt der Anlagen finanzieren soll.
Wir freuen uns, wenn Sie den Bau der Schule unterstützen möchten: Jetzt online-Spenden Konto: 3573500 BLZ: 850 205 00 (Bank für Sozialwirtschaft) Stichwort: Kongo
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