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Humanitäre Hilfe: Birma/Myanmar II
Mobile Klinik im Delta unterwegs
Medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Delta durch 2 mobile Ärzteteams
"An einem Tag konnten 200 Menschen aus dem Dorf untersucht werden. Sogar ein 8 Tage altes Baby war dabei. Dr. Shin von unserer Partnerorganisation Amara Health Care konnte die Mutter beruhigen, dass mit dem kleinen Kind alles in Ordnung ist. Um einen Arzt aufzusuchen hätte die Frau ein Boot chartern und mehr als 1 Stunde flussabwärts fahren müssen. Ihr Geld wurde jedoch für den Wiederaufbau des Hauses verwendet. Auch ihren Goldschmuck musste sie verkaufen, um Saatgut für den Reisanbau finanzieren zu können" erzählt Yvonne Stephan, arche noVa. Sie begleitete das mobile Ärzteteam für einen Tag ins Delta und konnte sich bei einem Projektbesuch bei den Partnern von arche noVa e.V.,
3 Monate nach der Katastrophe, ein Bild von der Lage machen.

Die Menschen im Dorf haben ihre bescheidenen Hütten wieder aufgebaut. Ein buntes Patchwork an Dächern mit Plastikplanen abgedeckt säumt das Ufer. Kinderstimmen zählen im Chor auf Englisch bis 10. Wir kommen in das Kloster, wo auch die Schule untergebracht ist. Es scheint wieder Alltag eingezogen zu sein. Schaut man jedoch genauer hin und spricht mit den Dorfbewohnern, dann sieht man in ihren Augen die Sorgen und Ängste. Alles Geld was sie noch hatten, gaben sie für den Wiederaufbau ihrer Häuser aus, denn die Regenzeit nahte. Der Zyklon vernichtete das Saatgut und so mussten sie neues kaufen. Für manche blieb nur die Möglichkeit einen Kredit aufzunehmen, um die Felder zu bestellen. Denn der Büffel, der sonst die Felder pflügte, ertrank bei dem Zyklon. Nun mieten sie sich teure Traktoren aus dem Nachbardorf. Wenige Wochen nach der Aussaat zeigen sich braune Flächen auf den Reisfeldern. Aufgrund des versalzenen Bodens, gedeiht der Reis nicht. An anderer Stelle wachsen dünne Pflänzchen, wo es normalerweise satte grüne Felder gab. Die Ernte wird dieses Jahr sehr schlecht und die Bauern wissen nicht, ob sie überhaupt genug Erträge erhalten, um ihre Schulden abzubezahlen.
Galerie: Medizinische Grundversorgung in Birma/Myanmar (8 Bilder)
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Eine der Sorgen versuchen wir zu nehmen, in dem unsere Partner mit 2 Ärzteteams regelmäßig über 40 Dörfer besuchen und eine medizinische Versorgung für 20.000 Menschen gewährleisten. Denn Geld, um in die Stadt zu fahren, einen Arzt aufzusuchen und Medikamente zu bezahlen, haben die wenigsten. Neben allgemeinen Gesundheitsuntersuchungen, erfolgen Impfungen, kleinere ambulante Operationen, Beratungen oder aber einfach nur ein Zuhören der Menschen, die sich über die Fürsorge freuen und versuchen das Trauma nach dem Zyklon zu verarbeiten. Das Boot fungiert auch als Ambulanz, um Notfälle unverzüglich ins Krankenhaus zu bringen und Hilfsgüter in das Delta zu transportieren.

Im Delta gibt es nur wenige Gesundheitszentren, die oftmals nicht mal mit einem Arzt besetzt sind. Dr. Kweh Ka Baw, Health Care Foundation, eröffnete nach dem Zyklon eine kleine Gesundheitsstation im Dorf Payah chaung. Mehr als 10.000 Patienten versorgte das Ärzteteam im ersten Monat. Bis heute suchen täglich bis zu 200 Menschen die Station auf.

Aufgrund der schlechten medizinischen Grundversorgung ist die Kindersterblichkeitsrate sehr hoch.Jetzt für Birma spenden
FAKTEN
Projektziel Medizinische Grundversorgung
Zielgruppe 25.000 Menschen in den Dörfer in Bogalay, Maw-La-Myaing, Pyapon
Aktivitäten Unterstützung 2 mobiler Bootskliniken und 2 Ärzteteams
Unterstützung 1 Gesundheitsstation
Zeitraum September 2008 - Februar 2009
Budget 40.000 EURO
Förderer action medeor, Aktion Deutschland Hilft, Dresden hilft


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