Goumero liegt ca. 30 km nördlich der Stadt Olympia auf knapp 600 Meter Höhe. Hier leben etwas mehr als 1.000 Menschen. In den Sommermonaten 2007 wurde Griechenland von verheerenden Waldbränden heimgesucht. Die Brände vernichteten große Teile des Waldbestandes, wirtschaftlich genutzte Pflanzungen von Oliven, Zitrusfrüchten und Wein sowie die Tierbestände an Schafen und Ziegen. Außerdem hat durch den Verlust der Waldbäume die Erosion stark zugenommen, z.T. kommt es zu Hangrutschungen auf die Felder bzw. Straßen.
Die überwiegend jugendlichen Workcampteilnehmer und -teilnehmerinnen aus Dresden halfen vor Ort in einem dreiwöchigen ehrenamtlichen Arbeitseinsatz. Sie pflanzten gemeinsam mit Einheimischen ca. 3.500 Bäume und Sträucher, darunter vor allem die gut an die trockenen Standorte angepassten dort heimischen Kiefern- und Eichenarten sowie Pappeln. Neben dem dadurch erreichten Erosionsschutz sind auch der interkulturelle Austausch, die ökologische Bildung und die Erfahrungen der Teilnehmenden in Bezug auf Engagement und Hilfe wichtige Projektergebnisse.
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"War die Arbeit sinnvoll? Wenn ich mir die hunderttausende verbrannten Bäume in der Umgebung Goumeros anschaue, war sie natürlich nur ein Tropfen auf den im Sommer wahrhaft heißen Stein. Meines Erachtens zählt jedoch die Symbolik, der Neubeginn, viel mehr als die Anzahl der gepflanzten Bäume. Wir haben den Menschen Hoffnung gegeben, ihnen gezeigt, dass ihr Schicksal nicht egal ist. Die Sammlung von Müll – auch bei der enormen Menge, so weit das Auge reichte – sollte wie auch die Baumpflanzung gemeinsam mit den Schulkindern vor Ort zu einer Erhöhung des ökologischen Bewusstseins vor Ort beitragen. Dazu sind zukünftig allerdings weitere Anstrengungen erforderlich und Folgeprojekte – insbesondere unter Einbeziehung der jungen Menschen vor Ort – meines Erachtens sehr sinnvoll." (Andreas Hoy)
"Ich ging mit der Erwartung heran, dass die Vor-Ort-Organisation effektiver strukturiert wäre. Der anfängliche Mangel an Bewässerungsmöglichkeiten und Werkzeugen war ziemlich schwer zu verdauen. Allerdings hab ich mich schnell an die griechische Mentalität gewöhnt. Im Endeffekt war ja alles nach ein paar Tagen da. Das lässt sich mit unserer Art, die Dinge schneller erledigen zu wollen wahrscheinlich nicht begreifen. (...) Mit 3500 Bäumen konnten wir zwar nur einen kleinen Bruchteil der verbrannten Bäume ersetzen, aber das durch diese Aktion entstandene Echo (Zeitung, TV-Report, Artikel in einem Athener Magazin) ist eben nicht zu unterschätzen." (Peter Balzer)
Das vollständige Griechenland-Tagebuch der Workcamp-Teilnehmer finden Sie im arche noVa Blog
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| Projektziel |
Wiederaufforstung von Wäldern |
| Zielgruppe |
Goumero mit ca. 1.000 Einwohnern auf der Halbinsel Peloponnes |
| Zeitraum |
März/April 2008 |